Der „Tag des offenen Heizungskellers“ in Paderborn ist auf großes Interesse gestoßen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten am vergangenen Wochenende die Gelegenheit, sich direkt vor Ort über Wärmepumpen zu informieren und mit erfahrenen Hausbesitzer:innen ins Gespräch zu kommen.

Bereits im Vorfeld zeigte sich die hohe Nachfrage: Die begleitende Auftaktveranstaltung war innerhalb weniger Tage vollständig ausgebucht. Auch am Aktionstag selbst kam es zu vielen intensiven Gesprächen und einem regen Austausch über Technik, Kosten und praktische Erfahrungen.

„Das große Interesse zeigt, wie relevant das Thema für viele Menschen aktuell ist“, sagt Stefan Wisbereit von Parents for Future Paderborn. „Steigende Preise für fossile Energieträger wie Gas und die Unsicherheit rund um die zukünftige Wärmeversorgung beschäftigen viele Haushalte. Umso wichtiger sind konkrete Einblicke und ehrliche Erfahrungsberichte.“

Besonders geschätzt wurde von den Besucher:innen die Möglichkeit, Wärmepumpen im realen Betrieb zu erleben und Fragen direkt an die Betreiber:innen zu stellen. Teilnehmerin Andrea Pistorius hat ihren Heizungskeller geöffnet und ist begeistert vom Aktionstag: “Wir hatten 14 Besucher. Darunter junge und ältere Leute, welche mit Vorkenntnissen und solche ganz ohne. Aber alle fanden es gut, einen Praxisbericht zu hören und zu erfahren, dass eine WP auch in einem 60 Jahre alten, durchschnittlich gedämmten Haus funktioniert und Energiekosten spart.” In Paderborn wurde deutlich: Viele Menschen sind offen für klimafreundliche Heizlösungen – wünschen sich aber mehr Orientierung und verlässliche Informationen.

Tobias Helling, Klimaschutzmanager der Stadt Paderborn konnte den Teilnehmenden den aktuellen Stand der Kommunalen Wärmeplanung vorstellen. Daraus hat sich eine rege Diskussion ergeben. “Das hat noch einmal unterstrichen, dass es noch viele Unklarheiten und Unsicherheiten in der Bevölkerung gibt. Gerade auch durch die unsäglichen Kampagnen in der vergangenen Legislaturperiode gegen das Gebäudeenergiegesetz wurden den Menschen viele Unwahrheiten aufgetischt” kritisiert Michael Schurwanz.

„Der direkte Austausch auf Augenhöhe nimmt vielen die Unsicherheit“, so Michael Schurwanz weiter. „Wir haben gesehen: Wenn Menschen die Technik im echten Einsatz erleben, wird die Entscheidung deutlich greifbarer.“

Wir als veranstaltende ziehen ein durchweg positives Fazit und können sich eine Wiederholung des Formats gut vorstellen. Angesichts steigender CO₂-Preise und weiterhin volatiler Preise für fossile Energieträger dürfte das Interesse an unabhängigen und zukunftsfähigen Heizlösungen weiter wachsen.

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